Angebot

Mediation Aufbaukurs Modul 4 LGBTQIA+ sensitive Familienmediation und professionelles Arbeiten mit neuen Familienformen

Dieses Modul kann im Rahmen der Aufbauausbildung Familienmediation und auch unabhängig davon gebucht werden.

Konzept

LGBTQIA+ sensitive Familienmediation und professionelles Arbeiten mit neuen Familienformen

So unterschiedlich heteronormative Familien sein können, sind auch sogenannte queere Familien, nur anders unterschiedlich. Es kann mehr als zwei Elternpersonen geben, die vielleicht nicht alle leibliche Elternteile sind, es können sich unterschiedliche Formen von geschlechtlichen und sexuellen Identitäten mit unterschiedlichen Maßen von Verständnis zwischen Generationen zusammenfinden. Das Familienleben kann in Bezug auf dominanten gesellschaftlichen Werten zum Politikum werden und auch einfach der Ort sein, wo Verwandte zusammenleben, sich lieben und sich streiten.

Ob wir uns nun selbst als queer verstehen oder nicht, die eigene Identität mit den dazugehörenden Werten kann sich auch im Familienkontext – faktisch oder gefühlt – als zugehörig oder abgelehnt erleben und das wirkt sich, auch generationsübergreifend, aus auf die Interaktion in einer Familie. Damit Raum entsteht, eine familiäre Situation in aller Klarheit zu besprechen, sind in einer Mediation Offenheit und Verständnis für alle möglichen und vermeintlich unmöglichen Konstellationen gefragt.

Das Seminar wirft ein neugieriges Licht auf die Themen, die in einer „Regenbogenfamilie“ möglicherweise anders sind als in einer Familie, die basiert auf einer heterosexuellen, monogamen Verbindung von einem Mann und einer Frau.

Wie „Familie“ definieren

  • Unterschiedliche Dynamiken zwischen leiblichen und nicht-leiblichen Elternpersonen und deren Kindern

  • Anerkennung von sich verändernden Identitäten und Formen des Zusammenseins

  • Was bedeutet dieses ‘anders sein‘ und ‚sich anders fühlen‘

  • Offene Beziehungen, Polyamorie und ethische Non-Monogamie

  • Rechtslage bei nicht-traditionellen Familienformen

Und was bewegt mich als Mediator*in, was kenne ich, wo wird es für mich schwierig?

Das Seminar bietet eine Palette aus Wissen, Erfahrung und Selbsterfahrungsübungen, die helfen, die Kompetenz und eigene Haltung in der Mediation mit nicht-traditionellen Familienformen zu stärken.

Ausbilder*innen Swetlana von Bismarck und Geerten Verheus

Termin und Seminarzeit

29.-30.01.2027: 09.00 – 17.00 h

Fr., 29.01.2027 | ab 09:00 Uhr
Sa., 30.01.2027 | bis 17:00 Uhr
max. 18 Teilnehmende
Auguststr. 80
10117 Berlin
580 Euro

Dozent:in(nen)

  • Swetlana von Bismarck
  • Geerten Verheus
Evangelisches Zentralinstitut für Familienberatung
Auguststr. 80
10117 Berlin
Inhaltliche Fragen
bodemann@ezi-berlin.de
Organisatorische Fragen
030 28395-270baerthel@ezi-berlin.de